




Am 1. Mai im Hafen von Ponta Delgada habe ich nach meiner Nachtwache an der Gangway erstmal ein paar Stunden geschlafen. Dann habe ich kurz Mittag gegessen und gleich danach unseren Motormann Bernd eingepackt um den restlichen freien Tag (kommt an Bord wirklich nicht oft vor) zu nutzen und uns die Insel Sao Miguel mal etwas näher anzuschauen.
Wir haben uns also ein Auto gemietet und sind einfach drauf losgefahren. Die Insel ist zwar recht groß, das Straßensystem aber trotzdem sehr übersichtlich. Von Ponta Delgada aus sind wir in westlicher Richtung der Straße am Wasser entlang gefolgt bis wir zu einer Gegend namens Sete Cidades gekommen sind wo es einen großen Krater mit mehreren Seen gibt auf die man eine wunderbare Aussicht hat. Von diesem ersten höheren Anstieg sind wir dann die Serpentinen wieder herunter an die Küste gefahren am nördlichen Ende der Insel. Auf dem Weg durch kleine malerische Fischerdörfer sind wir hier und dort mal ausgestiegen um den Atlantik von der Landseite zu bestaunen. Die Häuser waren alle ganz schnuckelig, allerdings haben wir festgestellt, dass je näher man dem Wasser kommt die Häuser ärmlicher aussehen. Anscheinend wohnen die feineren Herrschaften eher in den höheren Lagen.
Jetzt in östlicher Richtung fahrend folgten wir der Straße bis circa zur Mitte der Insel wo es eine weitere vulkanische Erhöhung mit heißen bzw. kochenden Quellen und warmen Tümpeln zum schwimmen gibt. Zum baden hatten wir aber nun doch keine Lust. Statt dessen sind wir den Berg noch weiter hinauf gefahren vorbei an einem noch größeren See bis wir ganz auf dem Gipfel bei 914 Meter angekommen sind. Gerade noch rechtzeitig bevor eine neue Wolkenwand die prächtige Aussicht wieder vernebelt hat. Wie eigentlich fast immer auf den Azoren sind die Bergspitzen in Wolken verhangen. Nachdem es mittlerweile schon früher Abend war, wir das Auto noch abgeben mussten und wie wir fanden für den Tag auch genug gesehen hatten sind wir zurück nach Ponta Delgada gefahren um dort unser verdientes Bier zum Tag der Arbeit zu trinken.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen