Dienstag, 26. Mai 2009

I´ll be back!

Moin,

nur noch zwei Mal Canical, Leixoes und Lissabon dann habe ich hier fertig. Das bestätigte Abreisedatum ist der 09.06.2009. Bei unserem Bordfriseur bin ich auch gleich mal gewesen, damit ich wieder vorzeigbar bin wenn ich wiederkomme... Bleibt nur noch eine Frage: Wer holt mich vom Flughafen ab?

Sonntag, 10. Mai 2009

Eat, sleep, go fishing...




Nachdem ich nett auf der Apolo empfangen wurde und wir sicher auf Madeira angekommen sind bin ich nachdem ich in Joaquin, einem von den Decksleuten, ein gleichgesinnten Angler gefunden habe, gleich mit ihm auf die Hafenmole gezogen um zu schauen wie denn die Fische dort so aussehen. Wie sich herausstellte ist Joaquin ein wahrer Meisterangler der wohl die Hälfte seines Lebens in der Fischerei zugebracht hat. Nach einem mitleidigen Blick auf meine Ostsee-Dorsch-Montage und dem Ausruf „Katastroph, you don´t catch anything with this“ mir prompt ein Vorfach seiner Machart gebastelt hat. „Now you catch fish...“
Gesagt getan. Schon während er an meinem Vorfach gebastelt hat war seine Angel krumm und nach noch nicht mal 5 Minuten der erste Fisch gelandet. Irgendwas Dorade-ähnliches.
Gleich nachdem mein Calamaris-Köder im Wasser war hatte ich auch schon den ersten Biss und auch ich landete gleich den selben Fisch, nur eine Nummer größer...
Und so ging es dann Schlag auf Schlag; bei wechselndem Gebrauch von Calamaris oder Garnelen landeten wir innerhalb von zwei Stunden zwei von diesen Doradefiechern, einen Fisch den ich mal als Diskussfisch beschreiben würde, einen der einem Pyrannia nicht unähnlich sieht, 3 kleine Kugelfische die sich aufpusten wenn sie in Bedrängnis sind und als Krönung des ganzen hab ich noch einen Stachelrochen aus dem Wasser gezogen! Joaquin ist noch ein ganz dicker abgerissen, worüber er sich sehr geärgert hat, aber mit einer super Fangbilanz und genug Fisch für die nächsten zwei Tage sind wir zufrieden aufs Schiff zurückgekehrt. Übrigens, Stachelrochen ist echt lecker.

Sao Miguel – The Grand Tour:






Am 1. Mai im Hafen von Ponta Delgada habe ich nach meiner Nachtwache an der Gangway erstmal ein paar Stunden geschlafen. Dann habe ich kurz Mittag gegessen und gleich danach unseren Motormann Bernd eingepackt um den restlichen freien Tag (kommt an Bord wirklich nicht oft vor) zu nutzen und uns die Insel Sao Miguel mal etwas näher anzuschauen.
Wir haben uns also ein Auto gemietet und sind einfach drauf losgefahren. Die Insel ist zwar recht groß, das Straßensystem aber trotzdem sehr übersichtlich. Von Ponta Delgada aus sind wir in westlicher Richtung der Straße am Wasser entlang gefolgt bis wir zu einer Gegend namens Sete Cidades gekommen sind wo es einen großen Krater mit mehreren Seen gibt auf die man eine wunderbare Aussicht hat. Von diesem ersten höheren Anstieg sind wir dann die Serpentinen wieder herunter an die Küste gefahren am nördlichen Ende der Insel. Auf dem Weg durch kleine malerische Fischerdörfer sind wir hier und dort mal ausgestiegen um den Atlantik von der Landseite zu bestaunen. Die Häuser waren alle ganz schnuckelig, allerdings haben wir festgestellt, dass je näher man dem Wasser kommt die Häuser ärmlicher aussehen. Anscheinend wohnen die feineren Herrschaften eher in den höheren Lagen.
Jetzt in östlicher Richtung fahrend folgten wir der Straße bis circa zur Mitte der Insel wo es eine weitere vulkanische Erhöhung mit heißen bzw. kochenden Quellen und warmen Tümpeln zum schwimmen gibt. Zum baden hatten wir aber nun doch keine Lust. Statt dessen sind wir den Berg noch weiter hinauf gefahren vorbei an einem noch größeren See bis wir ganz auf dem Gipfel bei 914 Meter angekommen sind. Gerade noch rechtzeitig bevor eine neue Wolkenwand die prächtige Aussicht wieder vernebelt hat. Wie eigentlich fast immer auf den Azoren sind die Bergspitzen in Wolken verhangen. Nachdem es mittlerweile schon früher Abend war, wir das Auto noch abgeben mussten und wie wir fanden für den Tag auch genug gesehen hatten sind wir zurück nach Ponta Delgada gefahren um dort unser verdientes Bier zum Tag der Arbeit zu trinken.

Dienstag, 5. Mai 2009

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Boa tarde,

gestern morgen kam unser Kapitän ganz unvermittelt auf mich zu und teilte mir mit, dass ich die S. Gabriel verlassen werde um auf das Schwesterschiff die Apollo zu wechseln. Der Grund hierfür liegt darin, dass zwei der Eigner des Schiffes mit zu den Azoren fahren wollen und einfach nicht genug Platz für alle im Rettungsboot ist... Also hieß es heute umziehen.
Gesagt getan und hier sitze ich schon an Bord der Apollo. Heute Nacht geht es dann los in Richtung Madeira, dann weiter nach Leixoes und dann wieder nach Lissabon. Eine Tour wird dann etwa eine Woche dauern und in 4 Wochen bin ich dann auch schon wieder zu Hause.
Mit einem kleinen Bericht über unseren kleinen Ausflug auf den Azoren am 1. Mai und ein paar Bildern werde ich Euch dann übermorgen wieder versorgen.
Gehabt Euch wohl und bis bald

der Jan

Freitag, 1. Mai 2009

Rescueboatdrill Praia da Vitoria




Moin,

nun einmal kurz komentarlos ein paar Bilder von unserem letzen Rescueboatdrill. Bevor mein Internetguthaben abläuft.